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Archiv MP Materials Testing - Ausgabe 07-08/2008 Zurück zur Übersicht
Schwingfeste Bemessung von Schweißverbindungen nach dem Kerbspannungskonzept mit den Referenzradien rref = 1,00 und 0,05 mm
Vorschläge für zulässige Spannungen

Herrn Prof. Dr.-Ing. H. Zenner zum 70. Geburtstag gewidmet
Zulässige Spannungen (FAT-Werte) für die schwingfeste Bemessung von Schweißverbindungen nach den Kerbspannungskonzepten mit den Referenzradien rref = 1,00 mm für dickwandige Bauteile (t = 5 mm) bzw. 0,05 mm für dünnwandige Konstruktionen (t < 5 mm) werden in der Literatur angegeben, ohne zu präzisieren, für die Anwendung welcher Vergleichsspannungshypothese sie gültig sind. Da die örtlichen Vergleichsspannungen sowohl nach der Hauptspannungs- als auch nach der Gestaltsänderungsenergiehypothese (von Mises) berechnet werden können, ist bei der Angabe der zulässigen Spannungen eine Differenzierung nach beiden Hypothesen erforderlich, um je nach angewendeter Hypothese die zutreffende Auswahl zu ermöglichen. Aufgrund bisher verfügbarer Ergebnisse werden FAT-Werte für Stahl, Aluminium und Magnesium für die o. g. Referenzradien nach der Hauptspannungs- und Gestaltsänderungsenergiehypothese sowohl ausgehend von Normal- als auch ausgehend von Schubspannungen zusammengestellt und vorgeschlagen. Die nach den verschiedenen Festigkeitshypothesen ermittelten Kennwerte sind nicht in allen Fällen miteinander kompatibel. Bezüglich der Bewertung von örtlichen mehrachsigen Spannungszuständen unter kombinierten Normal- und Schubbeanspruchungen wird die Anwendung der modifizierten Gough-Pollard-Beziehung empfohlen, um die festgestellte Inkompatibilität zu überwinden.

Von C. M. Sonsino 1
1Darmstadt
Erschienen in MP Materials Testing 07-08/2008, Seite 380-389
Direct Link: http://www.materialstesting.de/MP100904
Kostenpflichtiges Dokument
Schwingfeste Bemessung von Schweißverbindungen nach dem Kerbspannungskonzept mit den Referenzradien rref = 1,00 und 0,05 mm [838 KB]
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